Etappe 8

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Grandvaux – Morges (18 km)

Entgegen meinem ursprünglichen Plan (Grandvaux – St.Prex), habe ich die heutige Route kurzerhand abgekürzt und mir Morges als Endziel gesetzt.

Nach der gestrigen, sehr strengen Etappe, bin ich heute recht gut erholt aufgestanden (obwohl mir infolge Zeitumstellung eine Stunde Ruhezeit geklaut wurde…). Die gestrige Unterkunft, die Auberge de la Gâre in Grandvaux kann ich wirklich nur empfehlen. Ich habe in einem Hotel selten solch herzliche und nette Leute kennengelernt. Zudem sind die Zimmer Top und das Essen hervorragend. Dementsprechend war auch das heutige Morgenbuffet, persönlich vom Chef du Cuisine betreut. Während dem Frühstück hat er mich noch mit Tips für den besten Weg nach Morges bedient und es hat sich daraus ein nettes und herzliches Gespräch ergeben (so gut ich das eben mit meinem Französich konnte…). Ich bin dann so gegen halb Elf in Grandvaux gestartet, nicht ohne Nachfrage des Wirteppaars, ob ich denn wirklich alles hätte, ob ich noch etwas auf den Weg bräuchte… sehr, sehr sympa!

Morgenessen mit café au lait

Von Grandvaux aus bin ich dem Wanderweg an der oberen Bahnlinie (es gibt auch eine Bahnlinie am See) entlang losgewandert. Direkt in die weltberühmten Weinberge des Lavaux…

Lavaux bei Grandvaux in Richtung Osten
Lavaux bei Grandvaux in Richtung Westen
 

Etwa drei Kilometer führte der Weg an der Eisenbahnlinie entlang, ehe ich die Abzweigung in Richtung Lutry eingeschlagen habe. Der Weg führt von da ziemlich steil bergab direkt ins Ortzentrum des kleinen Städtchens, direkt am Lac Léman.

Lutry

Das Wetter war bis hierher entgegen der Vorhersage ziemlich sonnig, nun zogen aber einige Wolken auf und es wurde wieder merklich kühler. Von Lutry her führt eine Fussgängerweg bis Lausanne-Ouchy direkt dem See entlang, so dass man da und dort auch einige Blicke in die prächtigen Villengärten, von denen es einige gibt, werfen kann. 

Lausanne-Ouchy
Lausanne-Ouchy
 

In Lausanne angekommen steuerte ich direkt ein Restaurant an. Es war Mittagszeit und ich recht hungrig…

Seit Lutry ging der Weg nur mehr eben dem See entlan und das sollte auch den Rest des Tages so bleiben, was mir und meinen Knien sehr entgegen kam. Zwischen Ouchy und St. Sulpice befindet sich das Naherholungszentrum für die Einwohner von Lausanne und Agglomeration. In den Pärken wird gejogt, gegrillt, Fussbal gespielt und vieles mehr. Ein richtig sympathischer, multikultureller Mix. 

Leider machte sich nun wieder einmal ein neues Problemchen bemerkbar… ein latent vorhandenes Stechen und Brennen im rechten Schienbein. Ich hatte das die letzten Tage auch schon gespürt, es klang aber jeden Tag wieder so gut ab, dass es nicht wirklich störte. 2-3 km vor St. Sulpice wurde es aber so schlimm, dass ich mehrfach eine Pause einlegen musste und mich in St. Sulpice schliesslich entschlossen habe, die restlichen 4km mit dem Bus nach Morges zurückzulegen.

St. Sulpice

An der Bushaltestelle in St. Sulpice wartend  habe ich gesehen, für was man nicht mehr benötigte Telefonzellen auch noch nutzen kann. Eine sehr lustige Idee finde ich 🙂

Literarische Telefonzelle in St. Sulpice

Ich bin heute ungefähr um 17 Uhr in Morges im Hotel angekommen, also etwas früher als die letzten Tage. So habe ich heute etwas mehr Zeit um Essen zu gehen, diesen Blogbeitrag zu schreiben und etwas früher ins Bett zu gehen, was sicher auch nicht schaden kann. Doch zuallerletzt noch as usual die Buchhaltung:

30.5km + 25.5km + 25km + 17km + 27km + 35km + 18 km = 178 km

À la prochaine…

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