Etappe 7

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Romont – Puidoux (35 km)

Ich hatte gestern schon angekündigt, dass dies heute die längste Etappe werden würde und sie wurde es…

Etappe 7

Aber alles von vorne. Ich bin heute Morgen so gegen 9 Uhr in Romont getatrtet. Das Wetter war noch relativ zurückhaltend, Hochnebel so weit das Auge reicht. Zumindest war angekündigt, dass er sich im Laufe des Tages auflösen würde. Vor dem eigentlichen Abmarsch  musste ich heute noch einige Dinge einkaufen gehen: Zahnpasta, Vitaminbrausetabletten, Wasser (eigentlich benötige ich nur die Flaschen…), Isostar, ein Paar Servelats, ein Sandwich und ein Vanilleplunder vom Beck. So ausgerüstet  habe ich mich dann gegen halb zehn auf den Weg Richtung Lac Leman begeben.

Adieu Romont…
 

Der Weg von Romont führte zuerst eine Weile der Glâne entlang, allerdings ist der Fluss hier erst ein kleines Flüsschen, dem man kaum zutrauen würde sich weiter Flussabwärts so tief in den Sandstein zu fressen (Siehe Etappe 6) .

La Glâne vor Romont
 

Nach einigen Kilometern ging es dann in die Hügel am rechten Ufer von la Glâne. Es ist mir schnell aufgfallen, dass fast alle alten Häuser eine Süd-Nord Ausrichtung aufweisen. Auf der Südseite befindet scih fast immer eine steinerne Wand, obwol viele alte Höfe aus Holz gebaut sind, Ich vermute , dass diese Mauer als Windschutz dient. Auf jeden Fall musste ich heute einer steifen Brise aus Richtung Süden, und damit Lac Leman entgegentreten.

Bauernhaus
Bauernhaus
Der Weg ging ab Villarboud nicht steil, aber stetig nach oben. Nach einem längeen Waldstück habe ich den Perfekten Ort für eine längere Rast gefunden, schliesslich hatte ich bis hierhin schon 10 km abgespult.

Pause nach 10km

Und weil sich die Sonne auch noch in just diesem Moment hinter dem Hochnebel hervorgekämpft hatte, konnte ich sogar noch mein durgeschwitztes Icebreaker Shirt trocknen. Von meinem Rastplatz aus waren dann hinter dem sich lichtenden Hochnebel sogar einen Blick in die Freiburger Alpen zu erhaschen.

Ganz schwach sind die Alpen zu erkennen…

Nach etwa einstündiger Rast habe ich mich wieder zügig auf den Weg nach Oron la Ville gemacht, welches weitere 10km entfernt lag. Auf diesem Abschnitt habe ich immer wieder an die Bücher von Julius Cäsar über den gallischen Krieg denken müssen. Er beschriebt da seine Feldzüge, gegen die Gallier, Helvetier und die Britten. Die Legionen Cäsars legten in Gewaltsmärschen zum Teil bis zu 100km pro Tag zurück um rechtzeitig an einem bestimmten Ort zu sein. Wohlverstanden ohne moderne Wander- oder Laufschuhe.. Dieses Bild ist heute noch mehrmals vor meinen Augen aufgetaucht.

Vor Oron la Ville
Chapelle (Glâne)
 

Mit Blick auf die prächtige Landschaft bin ich dann schliesslich bei Kilometer 20 in Oron la Ville eingetroffen und habe eine weitere längere Pause eingelegt. Die war auch bitter nötig, denn die Blasen an den Füssen wollten frisch versorgt sein…

Ich hatte bis da noch nicht ganz zwei Drittel  der heutiegen Strecke zurückgelgt und war schon sehr müde. Guten Mutes habe ich mich weiter auf den Weg an den Lac Leman gemacht. Nach Oron la Ville ging es wieder einmal über mehrere Kilometer, zwar sachte aber stetig bergauf… und was weiss der clevere Wander? Richtig – irgendwann geht es auch wieder bergab. Und da meine KNie immer noch viel liebr aufwärts statt abwärts gehen wurde mir schon ein wenig mulmig dabei. Denn ich ging immer noch recht rund, habe aber meine Aussenbänder wieder vermehrt gespürt. Öfters wieder mal ein leichtes Zwicken, was ich gar nicht lustig fand. Schliesslich bin ich dann doch einigermassen rund bis zum Lac des Brets bei Puidoux gekommen…

Lac de Bret

Ich habe da nochmal eine kleine Pause eingelegt und dann war fertig mit rund laufen… Die Knie begannen wieder zu schmerzen und ich war froh, dass ich schliesslich am Bahnhof von Puidoux ankam. Von da konnte ich dann das erste mal den Lac Leman vor mir sehen!

Der Lac Leman in Sichtweite…

Ich hatte beschlossen  von da die letzten 4 km nach Grandaux den Zug zu nehmen. Erstens, weil ich platt war, zweitens, weil der Weg nach Grandvaux eine Achterbahn (rauf und runter) ist und drittens an der Autobahn entlang führt, was nicht wirklich prickelnd ist.

Bis Puidoux habe ich heute 35 km zurückgelegt, Das ist extrem viel und demensprechend fühle ich mich auch.

Jetzt sitze ich frisch verpflegt mit Filet de Perche, und einem lokalen Craft-Bier in meinem Hotelzimmer und mache nur noch die Buchhaltung, bevor ich mich verabschiede für heute.

30.5km + 25.5km + 25km + 17km + 27km + 35km = 160km

Cêst ca…

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