Etappe 2

eingetragen in: In 10 Tagen nach Genf | 1

Der heutige Morgen hat sich, was das Wetter betrifft, definitiv von der besseren Seite gezeigt als der gestrige – Silberstreifen am Horizont über dem Sempachersee…

Sempachersee
Kein Regen. Tiptop… Ich habe mich aus dem Bett geschwungen und… autsch… meine Knie und Oberschenkel haben sich offensichtlich nicht so gut erholt wie mein Gehirn. So muss es sich anfühlen, wenn man alt und gebrechlich ist… „Das kann ja heiter werden“, habe ich mir gedacht und mich hinter die Planung des heutigen Tages geklemmt. Immerhin waren die nassen Sachen von gestern wieder weitestgehend trocken, so dass ich sie wieder im viel zu schweren Rucksack verstauen konnte. Der heutige Tag soll mich gemäss Etappenplan nach Huttwil (Huttu, gäll Jürg…) führen. Nach dem ich mir ein Zimmer im „Hotel kleiner Prinz“ reserviert hatte habe, stand auch dem nächsten Programmpunkt nichts mehr im Weg: Frühstück!

Ich bin dann so gegen 10 Uhr langsam aus meiner Unterkunft rausgeschlurft und es war mir klar, dass ich die heutige Etappe vorallem sitzend und nicht wandernd hinter mich bringen würde…

Wandern per ÖV
Ich hätte die 12km bis nach Willisau wohl kaum auf zwei Beinen geschafft und habe mich darum entschlossen ein wenig Sightseeing von per ÖV aus zu machen. Ich bin von Oberkirch via Sursee mit Zug und Bus bis nach Willisau gefahren. Dieses schöne kleine Städtchen, wäre sowieso an meiner Route gelegen. So hatte ich sogar noch Zeit mich dort ein wenig umzusehen.

Willisau
Nach einem kleinen Mitagessen und einem Bierchen an der Sonne (Sie hat doch kurz geschienen) bin ich mit dem Zug weiter nach Huttwil gefahren und habe die Beine im Hotelzimmer hochgelagert. Weil es erst etwa zwei Uhr Nachmittags war, habe ich beschlossen mit der Zeit etwas sinnvolles anzufangen und habe meine nicht wirklich angenehm richenden Wandersocken zu waschen begonnen. Ich hatte mich schon den ganzen Tag gefragt, wieso dieser spezielle Duft meinen Schuhen nonstopp entstieg (ungefähr der gleiche, der einer viel getragenen Hockeyausrüstung entspringt…). Die Schuhe waren die Übeltäter, bzw. das was unter der eingelegten Sohle zum Vorschein kam!

Hotelzimmerwäscheleine
Mir ist unterdessen klar geworden, dass mein Rucksack viel zu schwer war (Anfängerfehler halt…), also hbe ich mich daran gemacht diesen auszumisten. Taschenlampe weg, Faserpelz weg, Regenhose weg, Teleobjektiv weg, dies weg, das weg… So habe ich schätzungsweise 5-6 Kilo wegrationiert, die ich nicht wirklich brauchen würde. Ich werde diese Sachen Morgen per Post nach Hause schicken. Zudem habe ich bis jetzt viel zu viel Essen mit mir herumgeschleppt… Es gibt ja an jeder Ecke irgendwo einen Laden oder einen Brunnen zu finden. Daher muss ich heute Nacht wohl alles unnötige aufessen und austrinken… 😉

Für den späteren Nachmittag hatte ich mich mit einem guten Freund aus der Gegend verabredet. Wir sind zusammen auf die Lüderen gefahren und haben uns das wunderbare Panoroma in die Alpen und das Mittelland zu Gemüte geführt…




…herrlich, nicht?

Obwohl ich heute vorallem fahrenderweise (aus Gründen) unterwegs war, habe ich den Tag in vollen Zügen (und Bussen), genossen. 

So muss das sein 🙂

Morgen sehen wir weiter – gute Nacht aus dem Emmental…

Folge Michael:
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  1. Jürg Wyss
    | Antworten

    Es isch ja de nid nume Huttu wome uf Bärndütsch chli angers seit, als dr Räschte vor Schwiiz. Aber dr Sprachkurs tüe mir de es angers mal nachehole…

    Viel Spass witerhin ?

    PS. Am Stotzchrote muesch de diffig sii, dert schnurpfle am früeche Aabe aube so Chnuuschtigrotze gäge ds Gratgätterli ufe… ?

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